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Bern, 8. April 1999. Die Wintersaison 1998/99 ist für die Schweizer Seilbahnen unbefriedigend verlaufen. Eine erste provisorische Zwischenbilanz ergibt einen Rückgang im Personenverkehr von 66 Mio. CHF auf 651 Mio. CHF. Gegenüber dem Winterumsatz des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang um 9 Prozent. Die Schweizer Seilbahnen erarbeiten 85 Prozent ihres Jahresumsatzes im Winterhalbjahr.
Der Winter 1998/99 hat wegen der intensiven Schneefälle im Februar weltweites Aufsehen erregt. Die massive Schneelast führte im Alpenraum verbreitet zu einer äusserst prekären Lawinensituation und zu umfangreichen Verkehrsproblemen. Vereinzelt wurde dies bereits als Trendwende zurück zu schneereichen Wintern interpretiert. Allerdings fiel im Verlaufe dieses Winters nur der Februar ungewöhnlich aus – und auch dies nur bezüglich Niederschlagsmengen, nicht aber bezüglich Temperaturen. Wie die Bilanz der Seilbahnen Schweiz zum bisherigen Verlauf der Wintersaison zeigt, haben sich frühere Trends erneut bestätigt: - Die Schneesituation war erneut von Region zu Region sehr verschieden.
- Mehrere Wintersportregionen – insbesondere das Tessin, das Engadin sowie das südliche Wallis – hatten zu Saisonbeginn unter unzureichenden Schneeverhältnissen zu leiden. Nur der Einsatz von Beschneiungsanlagen ermöglichte hier ein minimales Pistenangebot.
- Auf der Alpennordseite brachten frühzeitige und reichliche Schneefälle einen Saisonauftakt nach Mass. Die guten Schneeverhältnisse hielten teilweise bis über die Neujahrstage an. Dadurch konnten die markanten Ertragsausfälle vom Februar zumindest teilweise aufgefangen werden.
- Sowohl fehlender Schnee als auch allzu reichlicher Schnee sind Gift für die Seilbahnunternehmungen: Beide Extremsituationen schaden der Volkswirtschaft im Berggebiet.
Der Umsatzrückgang im Winter 1998/99 ist hauptsächlich auf den ungünstigen Geschäftsverlauf im Februar zurückzuführen. Von November bis Januar ergab sich für die Schweizer Seilbahnen im Vergleich zum Mehrjahres-Durchschnitt ein Umsatzplus von 9 Prozent. Im Februar musste die Branche dagegen eine Einbusse von durchschnittlich 24 Prozent hinnehmen.
Der Winter 1998/99 war im Vergleich zum langjährigen Mittel in allen Regionen etwas zu mild und fast überall etwas zu nass. Auffällig am Witterungsverlauf war der Wechsel von sehr unterschiedlichen Wetterphasen.
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