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Bern, 16. September 2004. Für den Bau von Ersatz- und Nebenanlagen investieren die Schweizer Seilbahnen in Zukunft 1,4 Milliarden Franken. Obschon die Bahnen ihre Investitionspotenzial verbessert haben, sind sie auf Fremdkapital und Finanzhilfen angewiesen.
Die Schweizer Seilbahnunternehmen planen in den nächsten fünf Jahren Investitionen in der Höher von rund 1,4 Milliarden Franken. Davon wenden die Bahnen 64 Prozent für den Bau ihrer Ersatzanlagen auf. Dies erstaunt nicht, denn viele Bahn-anlagen sind während der 70er und 80er Jahre gebaut worden und müssen nun altershalber ersetzt werden. In Nebenlagen wie technische Beschneiung oder die Gastronomie will die Branche 26 Prozent der 1,4 Milliarden Franken investieren. Alleine die Kantone Graubünden und Wallis planen Investitionen von 927 Millionen Franken. Um diese Investitionen zu finanzieren, sind die Seilbahnunternehmen auf Fremdkapital angewiesen. Bis anhin kommt dieses Kapital zu 68 Prozent von den Gross- und Kantonalbanken. Die öffentliche Hand stellt rund 10 Prozent des Fremdkapitals und 20 Prozent des Aktienkapitals. Die Seilbahnbranche kann diese Investitionen bewältigen, wenn es ihr gelingt, mit Kooperationen und Fusionen die Effizienz zu steigern, die Kosten zu senken und damit die Kreditwürdigkeit zu erhöhen.
Hohe Bedeutung der Regionalpolitik Eine wichtige Rolle spielt die Finanzhilfe des Bundes. Seit der Bund 1974 das Investitionshilfegesetz (IHG) in Kraft setzte, wurden rund 250 Seilbahnprojekte mit 360 Millionen Franken unterstützt. Mit der neuen Regionalpolitik wird aber das IHG ab-geschafft. "Wir wollen von der neuen Regionalpolitik die gleiche Wirkung der Fördermassnahmen wie bisher und akzeptieren eine Reduktion nicht", sagt SBS-Direktor Peter Vollmer.
Seilbahnbranche hat sich wirtschaftlich verbessert Die Seilbahnbranche erreicht eine Bruttowertschöpfung pro Vollzeitstelle von rund 80'000 Franken, was fast doppelt so viel ist wie im Gastgewerbe. Die Mittelwerte des Investitionspotenzials konnten in den Jahren 2000 bis 2003 von 8 auf 12 Prozent gesteigert werden. Bei der Umsatzrentabilität lagen 2001 noch 41 Prozent der Unternehmen unterhalb der Mindestgrenze, 2003 nur noch 13 Prozent. Diese Verbesserungen sind unter anderem auf den Rekordwinter 2002/03 und auf die Optimierung der Betriebsabläufe zurückzuführen.
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