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Bern, 21. Juli 1999. Die Schweizer Seilbahnbranche blickt auf ein unbefriedigendes Geschäftsjahr 1998/99 zurück. Besonders die Wintersaison verlief nicht nach den Erwartungen. Ursache sind hauptsächlich die extremen Wetter- und Schneeverhältnisse im Februar. Dies geht aus dem Jahresbericht des Verbands Seilbahnen Schweiz hervor.
Der Geschäftserfolg der Seilbahnunternehmungen hängt zu einem erheblichen Teil von Wetter und Klima ab. Das Geschäftsjahr 1998/99 hat dies erneut deutlich gezeigt. Die Sommersaison 1998 ergab hauptsächlich wegen des verregneten Septembers einen Umsatzrückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Wintersaison begann dank grossen Neuschneemengen bereits im November sehr erfreulich; dank guten Schneeverhältnissen und günstigen Wetterbedingungen verlief die Hochsaison über die Weihnachtsfeiertage ausgesprochen positiv.
Massive Schneefälle und anhaltend bewölktes und nasses Wetter fast während des ganzen Februars führten jedoch zu erheblichen Einnahmenausfällen, die sich nicht mehr wettmachen liessen. Die extremen Verhältnisse hatten zur Folge, dass die Lawinensituation stellenweise ausserordentlich prekär war. Zahlreiche Pisten mussten gesperrt werden, es kam zur kompletten Abriegelung einzelner Wintersportgebiete. Bezogen auf die Wintersaison ergab sich für die Seilbahnbranche daraus eine Umsatzeinbusse in der Höhe von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Jahresbericht der Seilbahnen Schweiz enthält neben den Zahlen und Informationen zum vergangenen Geschäftsjahr weitere Kennzahlen zur Seilbahnbranche. Anhand des Verhältnisses von Cash-flow zu Gesamtkapital lässt sich die Branche in drei Gruppen aufteilen. Die Zahl der Unternehmungen mit sehr gutem Cash-flow (über 15 Prozent) stabilisierte sich im neusten Erhebungsjahr 1997 auf tiefem Niveau. Weiterhin knapp die Hälfte der Unternehmungen erreichte ein gutes bis zufriedenstellendes Resultat (Cash-flow von 5 bis 15 Prozent). Nach Unternehmungsgrösse betrachtet, hat sich der langjährige Trend gefestigt: Kleinere Unternehmungen schliessen mehrheitlich mit einem schlechten Cash-flow ab. Grössere Unternehmungen hingegen sind eindeutig erfolgreicher.
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