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Bern, 26. Juli 2002. In der Schweiz stehen 19 Sommerrodelbahnen zur Verfügung, sie sind ein wichtiges Angebot im Sommertourismus der Bergbahnen. Die Rodelbahnen vermitteln Vergnügen und sind ungefährlich, solange sich die Benutzer an die Verhaltensregeln halten.
Die Schweizer Seilbahnen betreiben insgesamt 19 Sommerrodelbahnen. Grund-sätzlich gibt es zwei Bahntypen: Rodelbobbahnen (Schlitten fährt auf Schienen) und Känelbahnen (Schlitten fährt frei in einem Känel). Auch gibt es verschiedenen Typen von Schlitten wie Kuven- oder Rollversionen. Jeder Typ verfügt über ein geeignetes Bremssystem. In der Schweiz sind zurzeit sechs verschiedene Fabrikate im Einsatz. Mit 15 Anlagen ist die Firma Wiegand Spitzenreiter (12 Wannensysteme, 3 Alpin-Coaster). Weitere Wannensysteme erstellen die Firmen Bob-France (Moléson), Klarer (Filzbach) und Mettler (Unteriberg). Ein weiteres Rollsystem mit fest auf einem Fahrrohr geführten Rodel erstellte die Firma Brandauer (Heimwehfluh).
Im Gegensatz zum Ausland hielten in der Schweiz Rodelbahnen erst viel später Einzug. Die erste Anlage wurde 1977 am Atzmännig im Zürcher Oberland gebaut. Erst 1989 folgten auf Schatzalp in Davos und im nidwaldischen Wirzweli weitere Sommerrodelbahnen. Heute stehen in der Schweiz 19 Rodelbahnen zur Verfügung. Deutschland alleine weist über 60 Bahnen auf.
Für den Bau der Bahnanlagen, benötigen die Betreiber eine kommunale Baubewilligung. Im Gegensatz zu den Seilbahnen und Skiliften müssen die Rodelbahnen weder von kantonaler noch nationaler Behörde abgenommen und somit für den Betrieb freigegeben werden (Die Abnahme ist die letzte Prüfung vor der Inbetriebsetzung). Einzig der Schlittentransport zum Ausgangspunkt der Bahn unterliegt der Kontrolle des Interkantonalen Konkordats für Seilbahnen und Skilifte (IKSS). Das Konkordat berät hingegen die Rodelbahnbetreiber in Sicherheitsfragen. Es besteht aber keine rechtliche Grundlage, seitens des Konkordats einen Betrieb einzustellen oder nicht zu bewilligen.
Die Sommerrodelbahnen gelten als sichere Funsportanlagen. Zahlreiche Sicherheits- und Verhaltenstafeln vom Start über die Strecke bis zum Ziel weisen auf die richtige und sichere Benutzung der Anlage hin. Verhalten sich die Rodler korrekt, können Unfälle ausgeschlossen werden.
Wichtigste Sicherheitsregeln: Minimalabstände einhalten Nicht auf der Bahn anhalten Geschwindigkeit anpassen
Journalistinnen und Journalisten haben die Gelegenheit, bei den aufgeführten Rodelbahnen eine Probefahrt zu machen und über das Erlebnis zu berichten. Wir bitten Sie, vor dem Besuch mit den Anbietern Kontakt aufzunehmen.
Sommerrodelbahnen der Schweiz
| Standort | (L) | (H) | | Graubünden | | | | Churwalden-Pargitsch | 3100 m | 490 m | | Davos-Schatzalp | 430 m | 40 m | | Ostschweiz | | | | Filzbach | 1250 m | 270 m | | Goldingen-Atzmännig | 700 m | 130 m | | Jakobsbad-Kronberg | 860 m | 100 m | | Zentralschweiz | | | | Dallenwil-Wirzweli | 300 m | 30 m | | Engelberg-Brunni | 500 m | 40 m | | Pilatus/Fräkmüntegg | 1070 m | 180 m | | Sattel-Hochstuckli/Mostelberg | 450 m | 40 m | | Hochgütsch Unteriberg (Zurzeit nicht in Betrieb) | 1050 m | 150 m | | Sörenberg | 850 m | 100 m | | Wallis | | | | Saas Fee Feeblitz | 900 m | 90 m | | Berner Oberland | | | | Grindelwald-Pfingstegg | 725 m | 60 m | | Interlaken-Heimwehfluh | 300 m | 60 m | | Kandersteg-Oeschinen | 720 m | 60 m | | Schönried-Rellerli | 620 m | 50 m | | Waadt/Freiburg | | | | Moléson | 210 m | 60 m | | Mittelland/Jura | | | | Langebruck | 800 m | 50 m | | Fontenais | 380 m | 70 m | |
Zeichenerklärung: (L) Länge / (H) Höhendifferenz
Weitere Informationen:
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