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Seilbahnsysteme

Seilbahnsysteme - eine Unterscheidung

Seilbahn ist nicht gleich Seilbahn. Für den Personentransport im Berggebiet stehen verschiedene Seilbahnsysteme zur Verfügung. Zwei Hauptkategorien müssen unterschieden werden: Standseilbahnen (Fahrzeuge fahren auf Gleisen am Boden) und Luftseilbahnen (Fahrzeuge werden von einem oder mehreren Seilen getragen, hängen also in der Luft). Zu den Luftseilbahnen gehören: Pendelbahnen, Gondelbahnen, Sesselbahnen. Eine Kategorie für sich stellen die Skilifte dar.


Gondelbahnen, Sesselbahnen (und vom Prinzip her auch Skilifte) stellen Umlaufbahn dar: Die Fahrzeuge (Gondeln, Sessel, Bügel und Teller) verkehren immer in gleichbleibender Fahrtrichtung. Bei einigen Typen drehen sich die Kabinen oder Sessel in den Stationen mit dem Förderseil um die Seilscheibe, bei anderen Typen werden sie in den Stationen vom Förderseil gelöst und durchlaufen die Station mit reduzierter Geschwindigkeit.



Die verschiedenen Seilbahnarten im Überblick:

Standseilbahn

Bei diesem Seilbahnsystem stehen die Wagen auf einer festen Fahrbahn, in der Regel auf Gleisen. Sie werden von einem oder mehreren Seilen bewegt.


Gurtenbahn Bern

Weitere Beispiele: Linthal-Braunwald, Davos-Schatzalp, Lugano-Monte San Salvatore, Zermatt-Sunnegga, Vevey-Mont Pèlerin, Mülenen-Niesen, Zürich/Polybahn.

In der Schweiz gibt es insgesamt 59 Standseilbahnen.



Pendelbahn
Zwei Kabinen verkehren im Pendelbetrieb zwischen den Stationen und werden dabei vom Zugseil auf Tragseilen bewegt. Die Kabinen sind über das Zugseil miteinander verbunden, das sich in der Bergstation um die Umlenkräder und das Spanngewicht dreht. Die in der Regel grösseren Kabinen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 180 Personen hängen an einem Laufwerk, das über die Tragseile fährt. Die Hauptlast ruht auf diesem Tragseil.


Murtèl-Corvatsch, Silvaplana

Weitere Beispiele: Engelberg/Trübsee-Titlis, Schwägalp-Säntis, Pontresina-Diavolezza, Zermatt-Klein Matterhorn, Mürren-Schilthorn.

In der Schweiz gibt es insgesamt 214 Pendelbahnen.



Gondelbahn (Kabinenbahn)
In technischer Hinsicht handelt es sich um Umlaufbahnen mit einer grösseren Anzahl meist kleinerer Kabinen (Gondeln) mit einem Fassungsvermögen von bis zu 12 Personen. Spezialtypen (Funitels in Verbier und Montana) fassen bis zu 30 Personen. Die Gondeln hängen an kuppelbaren Klemmen. Sie lassen sich in den Stationen vom bewegenden Förderseil lösen und so aus- und wieder einklinken.


Betelberg Lenk

Weitere Beispiele: Flims-Nagens, Kriens-Fräkmüntegg, Grindelwald-Männlichen, Leukerbad-Rinderhütte, Leysin-Berneuse.

In der Schweiz gibt es insgesamt 124 Gondelbahnen.



Sesselbahn
In technischer Hinsicht handelt es sich um Umlaufbahnen mit einer grösseren Anzahl kleinerer Sessel mit einem Fassungsvermögen von bis zu 6 Personen. (Technisch möglich sind heute bereits 8-plätzige Sesselbahnen; in der Schweiz gibt es davon allerdings noch keine.) Die Sessel hängen an kuppelbaren Klemmen wie bei den Gondelbahnen oder an festen Klemmen. Letzteres will heissen: Die Sessel hängen ständig am bewegenden Förderseil und lassen sich an den Stationen nicht ausklinken.


Rothorn Zermatt

Weitere Beispiele: Kandersteg-Oeschinen, Kleine Scheidegg-Lauberhorn, Solothurn-Weissenstein, Sattel-Hochstuckli, Goldingen-Atzmännig, Savognin-Tigignas, Nendaz-Tortin.

In der Schweiz gibt es insgesamt 307 Sesselbahnen.



Skilift (Schlepplift)
In technischer Hinsicht handelt es sich ebenfalls um Umlaufbahnen. Anstelle von Gondeln oder Sesseln sind jedoch eine grössere Anzahl von Schleppbügeln, -tellern oder einfach Haltegriffen am Förderseil befestigt. Wie bei vielen Sesselbahnen ist auch bei den Skiliften die Schleppvorrichtung fest am Seil verankert. An der Schleppvorrichtung werden Personen auf Skiern (oder auf anderen geeigneten Sportgeräten) auf einer Schleppspur befördert.

In der Schweiz gibt es insgesamt 1104 Skilifte sowie 570 Kleinskilifte (max. 300 m Länge, 30 m Höhendifferenz, demontierbar).






Ein, zwei oder drei Seile
Zur Anzahl der Seile: Die Zahl der Seile kann je nach Bahntyp variieren. Von Einseilbahnen spricht man, wenn die Fahrzeuge von einem Förderseil gleichzeitig getragen und bewegt werden. Von Doppeleinseilbahnen spricht man, wenn die Fahrzeuge von zwei parallel laufenden Förderseilen gleichzeitig getragen und bewegt werden. Der Begriff Zweiseilbahnen bedeutet, dass die Fahrzeuge an zwei getrennten Seiltypen hängen, von denen das Zugseil das Fahrzeug bewegt und das Tragseil es trägt. Je nach Bahn können auch weitere Seile (Brems- oder Fangseil, Schalterseil) installiert sein.


Für jede Art von Seilbahn gelten ganz spezifische Vorschriften, sowohl was den Bau, den Betrieb, den Unterhalt und die Sicherheit betrifft.

Definitionen gemäss der Seilbahnverordnung des Schweizerischen Bundesrates vom 10. März 1986, ergänzt durch Ausführungen des Comité Européen de Normalisation (CEN) vom August 1998.

GV 2008  

Generalversammlung 2008 in Pontresina

Swiss Mountain Award  



Der Swiss Mountain Award geht 2008 in die 3. Runde.
Anmeldung SMA 2008

Lehrstellen-Anbieter  

Seilbahnlehren:
Freie Lehrstellen 2008
 
Seilbahnen Schweiz SBS Dählhölzliweg 12 CH-3000 Bern 6 Tel 031 359 23 33 info@seilbahnen.org
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